Wozu Beschäftigung mit Verschwörungstheorien?

Erstmal, Verschwörungen existieren tatsächlich und können große politische Macht entfalten. Die Verschwörungen, die in den letzten Jahrzehnten aufgeflogen sind und untersucht werden konnten, zeigen das sehr deutlich, wie zum Beispiel der Gladio-Komplex oder der Geheimbund Propaganda Due.

Zweitens sind Verschwörungstheorien selbst eine wichtige gesellschaftliche Macht mit großen Einfluss. Sie prägen das Weltbild vieler Menschen und bildeten die Staatsphilosophie zahlreicher Diktaturen und anderen Staaten in Vergangenheit und Gegenwart.

Die Art und Weise, mit der die meisten der Menschen, die der „verschwörungsgläubigen“ Szene kritisch gegenüber stehen, mit dem Thema umgehen, ist dem nicht angemessen. Sie tun entweder Verschwörungstheorien generell als Unsinn ab oder bekämpfen sie als gefährliche Ideologie von Außenseitern. Damit verschaffen sie nicht nur sich selbst einen blinden Fleck gegenüber realen Verschwörungen. Sie sorgen außerdem dafür, dass sich unsinnige und ideologische Verschwörungstheorien ungestört ausbreiten können, da sie viel zu selten mit inhaltlicher Kritik konfrontiert und stattdessen mit taburisierenden Methoden bekämpft werden, die ihren Selbstbild als Streiter für die unterdrückte Wahrheit nur entgegenkommen.
In der Masse dieser „Theorien“ können dann leider solche, die sich tatsächlich kritisch und ergebnisoffen mit dem Thema „Verschwörung“ auseinandersetzen, nur untergehen.

Darum will ich hier ein wenig Kritik üben, sowohl an den landläufigen Verschwörungstheorien, als auch am Umgang des Mainstream mit ihnen. Außerdem werde ich mit selbst Verschwörungstheorien aufstellen, um den immer gleichen, vorurteilsbeladenen Erzählungen, die die verschwörungstheoretische „Szene“ dominieren, etwas entgegen zu setzten.

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Hallo Welt, etc.

Also,  worum soll’s hier gehen? Wozu das Ganze?

Nun, um ehrlich zu sein: Seit ich das Internet habe, lese und kommentiere ich oft und gerne in anderen Blogs und Internetseiten. Ich mag das, denn es gibt mir die Möglichkeit, meine Gedanken zu verschiedenen Themen zu formulieren und kundzutun und zwar wesentlich unverbindlicher, als es außerhalb des Internets möglich wäre. Und oft wird mir erst dadurch, dass ich meine Meinung äußere, erst klar, was meine Meinung ist. Es geht also in gewisser Hinsicht auch um Selbsterfahrung, im weitesten Sinne zumindest.

Da gibt es nur ein Problem: Wenn ich bei dieser Methode bleibe, muss ich mir die Themen von anderen vorgeben lassen. Ich kann nur über die Dinge schreiben, über die anderen, die die Blogs machen, auf denen ich kommentiere, auch geschrieben haben. Und über viele Sachen, die mich interessieren, wird für meinen Geschmack viel zu wenig geschrieben. Also blieb mir auf lange Sicht als Ausweg aus diesen Dilemma nichts anders, als selbst einen Blog zu erstellen.

So weit sehr banal, gebe ich zu. Aber ich finde, es lohnt sich manchmal, mit offenen Karten zu spielen.

Andersrum, was soll hier nicht passieren?

Ich will niemanden informieren, belehren oder sonst irgendwas. Ich weiß selbst nicht mehr als die meisten anderen auch. Und anders als der Blogtitel nahelegt, will ich auch keine Propaganda betreiben (Theorien betreiben dagegen schon!).

Ich sag das vor allem wegen den Themen, über die ich schreiben will. Die werden nämlich vor allem in den Bereichen Politik, Geschichte, Gesellschaft liegen, die ersten Monate werde ich wohl auch viel über Verschwörungen und Verschwörungstheorien schrieben. Und wer über sowas schreibt, muss sich entweder selbst sehr wichtig nehmen, oder zumindest so tun, sonst wird er da nicht ernst genommen, scheint es zumindest. Was ich hier machen will, ist aber vor allem, laut nachzudenken. Und wenn ich damit auch mal jemand anderen einen Denkanstoß liefern kann, umso besser. Wenn nicht, ist auch nicht so schlimm. Darum geht’s hier ja nicht.

Ich hoffe nur, mein Blog hat eine längere Lebensdauer als die meisten anderen, aber das werden wir sehen.

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