Wilhelminische Union

Es ist gar nicht so lange her, dass ich mich in diesen Blog mit der Kontinuität zwischen dem Kolonialreichen des Ersten Weltkrieg (v.a. dem Deutschen) und der heutigen EU beschäftigt habe.

In der Titanic dieses Monats wird das Thema von Stefan Gärtner in der für die Satire-Zeitschrift üblichen ironisch-polemischen Weise ebenfalls behandelt.
Gärtner zitiert gegen Ende des Artikels aus dem „Septemberprogramm“ Reichskanzler Hollwegs, dass die Neuordnung Europas nach dem deutschen Sieg regeln sollte:
„Es ist zu erreichen die Gründung eines mitteleuropäischen Wirtschaftsverbandes durch gemeinsame Zollabmachung, unter Einschluss von Frankreich, Belgien, Holland, Dänemark, Österreich-Ungarn, Polen (…) und evtl. Italien, Schweden, Norwegen. Dieser Verband, wohl ohne gemeinsame konstitutionelle Spitze, unter äußerlicher Gleichberechtigung seiner Mitglieder, aber tatsächlich unter deutscher Führung, muß die wirtschaftliche Vorherrschaft Deutschlands über Mitteleuropa stabilisieren.“

„Das tut er bekanntlich längst“ resümiert Gärtner, und ich denke, damit sollte eigentlich auch die Frage erledigt sein, warum die hiesigen Staatsmänner und -frauen immer so konsequent zu der Europäischen Union gestanden haben.
Sie stehen damit eben in guter deutscher Tradition.

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